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Schmuggeltocht 2019

Schmuggeln

1914-1918 Lautlos liegen drei Männer und zwei Frauen im Graben. Neben ihnen eine Holzkiste mit Butter. Etwas weiter, Jutesäcke mit Tabak und Lebensmitteln. Die Schritte der Grenzschutztruppen nähern sich. Glücklicherweise verschwindet der Mond hinter den Wolken. Die Zollbeamten gehen vorbei, ohne die Schmuggler zu sehen. Sobald es sicher erscheint, überschreiten sie mit ihren geschmuggelten Waren die Grenze. Auf einem abgelegenen Bauernhof in Emmerich machen sie wenig später Geschäfte.

Schmuggeln war damals ein normales Phänomen in einer Grenzstadt. Dies war auf die Preisunterschiede zwischen den beiden Ländern zurückzuführen. Darüber hinaus gab es während des Ersten Weltkriegs (1914 - 1918) in Deutschland einen Mangel an Produkten aller Art. Schmuggel brachte viel Geld ein, aber es war gefährlich! Regelmäßig wurden Schmuggler ins Gefängnis gesteckt. Manchmal wurden sie verletzt oder auch erschossen. Bis zur Öffnung der Grenzen war ist jeder hier in der Grenzregion damit aufgewachsen und/oder hatte Kontakt mit dem Schmuggel.

Geschichten
Wenn man ältere Menschen nach dem Schmuggel fragt, erscheint ein Lächeln auf ihren Gesichtern und die außergewöhnlichsten Geschichten kommen ans Tageslicht. Geschichten, die schon oft erzählt wurden und noch erzählt werden müssen. Diese Geschichten sind Teil unseres Kulturerbes und genau diese Geschichten werden während unserer Schmuggeltocht wieder lebendig! Zum vierten Mal organisieren kulturelle Institutionen in der Region Emmerich am Rhein, Oude-IJsselstreek, Isselburg, Anholt, Zevenaar und Montferland diese einzigartige Radtour. Eine grenzüberschreitende Radtour über alte Grenzübergänge in der Region.

Drei Radrouten

Die Schmuggeltocht besteht aus drei Routen. Am Sonntag, den 8. September, können die Teilnehmer der Radtour die Südroute über Emmerich am Rhein, Anholt und Netterden nach 's-Heerenberg wählen. Nach Norden geht es von 's-Heerenberg aus nach Didam, Zevenaar, Rijnwaarden und Elten. Für Familien steht eine verkürzte Route zur Verfügung. Die Fahrradtour führt zum Teil über frühere Schmuggelrouten zwischen den Niederlanden und Deutschland und unterwegs passieren die Radfahrer mehrere alte Grenzübergänge, wo sie von "Zollbeamten" auf mitgeführter Schmuggelware überprüft werden.

Aktivitäten
Unterwegs gibt es viel zu erleben: Theateraufführungen, Vorträge und Musik. Das Figuren- und Marionettentheater Tik spielt im Schlösschen Borghees und die Bibliothek in Didam hat ein eigenes Programm zusammengestellt. Ausstellungen gibt es im Rheinmuseum in Emmerich am Rhein und im Heimathaus in Anholt. Diese Region hat viele Denkmäler, von denen sich mehrere entlang der Route befinden. Diese können auch von Radfahrern am Sonntag besucht werden. Die Mühle in Elten kann z.B. an diesem Tag kostenfrei besucht werden. Das Programm der Aktivitäten wird in Kürze online sein!

Startpunkte
Die beiden Hauptrouten haben eine Länge von 45 Kilometern und können an sechs verschiedenen Orten beginnen:
> ’s-Heerenberg, 't Neije Raethuys, Hofstraat 1
> Didam, Bibliotheek Montferland, Schoolstraat 22
> Emmerich am Rhein, Rheinmuseum, Martinikirchgang 2
> Anholt, Heimathaus, Hohe Strasse 10
> Netterden, Partycentrum Terhorst, Emmerikseweg 2
> Pannerden, De Cirkel, Claudius Civilisstraat 3

Die Teilnehmer der Schmuggeltocht können am Sonntag, den 8. September zwischen 10.00 und 14.00 Uhr starten. Für 3,00 € pro Person erhalten Sie die Route, einen Schmugglerpass und Schmuggelware. Für Kinder beträgt der Beitrag 1,00 €. An allen Ausgangspunkten stehen Kaffee und Tee zur Verfügung und es gibt Ladestationen für E-Bikes.

Schmuggel-Frühstück
An den Startpunkten in Didam, Netterden, Elten und Anholt können Radfahrer zwischen 9.30 Uhr und 12.00 Uhr ein Schmuggelfrühstück genießen. Die Kosten dafür betragen nur 7,50 €, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Unter www.schmuggeltocht.eu können Sie sich bis zum 04. September dafür anmelden.

Organisation
Organisiert von: Rheinmuseum Emmerich, Stichting Welcom, Bibliotheek Montferland, Liemers Kunstwerk, Vereniging Leefbaarheid Netterden, Heimatverein Anholt, infoCenterEmmerich und TIK Theater. In Zusammenarbeit mit: Mühle Elten, Schlößchen Borghees, Gemeinde Montferland, Heemkundekring Bergh, Stadt Emmerich am Rhein, Wirtschaftsförderunmg Emmerich am Rhein und Stadsmuseum Bergh. 

Finanziell ermöglicht durch: Sparkasse Rhein-Maas und dem INTERREG VA-Programm Deutschland-Nederland und von der Europäischen Union (EU) kofinanziert.

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